Presseberichte

Modellspielzeug fasziniert Groß und Klein


Viele Besucher in Rennerod.

Die große Sammler- und Tauschbörse in der Westerwaldhalle in Rennerod lockte auch in diesem Jahr wieder viele kleine und große Interessierte.

Viele Besucher fanden sich in der Westerwaldhalle ein.

Wolfgang Minor nutzte die Gelegenheit, ein Triebwagen-Modell zu testen.

Fotos: Häring

Rennerod.


Es war ein spannendes Jahr für die Freunde des Simplex-Teams Rennerod. Kaum einer der Simplex-Mitglieder wusste, wohin der Weg nach dem Kauf der alten Werkhalle in Bad Marienberg/Eichenstruth gehen werde. „Wir haben mit der Vermietung eines Teils der Halle einen wichtigen Schritt getan und befinden uns auf einem sehr guten Weg“, zeigt sich Klaus Göbel vom Leitungsteam mehr als zufrieden. So ist es jetzt auch möglich, den vielen Modellbaufreunden eine große Palette an Terminen anzubieten die in diesem Jahr über Ausstellungen in Bad Marienberg/Eichenstruth und in Rennerod gehen. Dazu besuchen die Simplex-Mitglieder auch Ausstellungen befreundeter Clubs, „um Anregungen für eigene Veranstaltungen zu holen“.

Neu in 2014 ist für Rennerod, dass es in diesem Jahr zwei große Sammler-Tauschbörsen, die größten im Westerwald, geben wird. Im alten Jahr wurde diese letzte Simplex-Veranstaltung in 2013 kurz vor Jahreswechsel von unzähligen Sammlern und Modell-Liebhabern besucht.

Die Westerwaldhalle war schon zu Beginn mit vielen männlichen aber auch vielen weiblichen Besuchern bevölkert, die durch die dichten Reihen schlenderten und ab und zu abrupt stehen blieben. So wie Wolfgang Minor, der einen sauber verpackten „Triebwagen“ Spur H0 entdeckt hatte. Wie all die anderen interessierten Käufer hatte auch er die Möglichkeit, das Eisenbahnmodell an einem dafür aufgebauten Stand auszuprobieren. Nachdem das Fahrzeug auf die dafür vorgesehenen Schienen gestellt wurde, machte dieses problemlos die ersten Fahrten vor und zurück.

Und auch ein Blick in den unteren Teil des Eisenbahnmodells stellte den Mann zufrieden. „Ich hab den großen Bruder davon. Dieser hier fehlt mir noch in meiner Sammlung.“ Nur der Preis von 89 Euro machte den Mann aus Nassau noch nachdenklich. Interesse für das Fahrzeug war da, zumal der ausgesuchte Triebwagen für die richtige Bundesbahn wichtig war. „Der Triebwagen hat so manche Nebenstrecke gerettet“ ,wusste der bestens informierte Wolfgang Minor zu berichten, der Minuten später, mit einem Paket unter dem Arm,wieder gesichtet wurde. Das Paket deutete auf einen Kauf und einen erfolgreichen Handel hin. „Ich hab noch einen Beiwagen für zusammen 110 Euro gekauft. Hab den Händler damit um 20 Euro runtergehandelt“, erzählt der Mann zufrieden und schlenderte mit gesenktem Blick, gerichtet auf die unendlich vielen Modelle in den Reihen, weiter. Auch der kleine Elias richtete einen Blick auf die Stände. Sein Hauptaugenmerk war aber auf die Modell-Lkw gerichtet und hier speziell ein Modell mit einem Bayern-München-Aufkleber, den dann am Ende seine Mutter Sabrina kaufen musste.

Beide bemängelten am Ende aber, dass für diese Börse in diesem Jahr nur sehr wenig Modelle und Anlagen in Betrieb gezeigt wurden. „Dafür sind wir hierhergekommen um Eisenbahnen und Lkw in Betrieb zu sehen“. „Wir haben es in diesem Jahr erstmals „ohne“ probiert, hatten aber keine Ahnung dass die Nachfrage so groß ist“ zeigt sich Klaus Göbel erstaunt und zeigt für das nächste Jahr Änderungen auf. Diese werden dann am 2. November und 28. Dezember in der Westerwaldhalle zu sehen sein. Drei Veranstaltungen sind für Bad Marienberg/Eichstruth bisher vorgesehen. „Im Bau befindliche Anlagen“ werden am 26. und 27. April, „Großmodelle“ am 14. und 15. Juni und „Spur 1 Großanlage“ am 4. und 5. Oktober zu sehen sein.

Simplex-Miniaturwelten begeisterten


Eichenstruth - Im Rahmen seiner 25-Jahr-Feier hat das Simplex-Modellbau-Team an zwei Tagen zahlreichen Besuchern eine beeindruckende Auswahl seiner schönsten Ausstellungsstücke in Kombination mit einer Modellbau-Börse präsentiert. Die neue Halle in Bad Marienberg-Eichenstruth bot dafür den passenden Rahmen (die WZ berichtete). Das Simplex-Modellbau-Team hat zu seiner 25-Jahr-Feier in Eichenstruth seine schönsten Sammlerstücke und detailgetreuen Miniaturwelten gezeigt. Röder-Moldenhauer

Als wäre man plötzlich ein Riese, so kommt man sich vor, wenn man vor der Märklin Digitalanlage HO mit dem Maßstab 1:87 steht. Auf 8,90 Meter mal 1,50 Meter präsentierte das Team der engagierten Modellbauer von Simplex eine bis ins kleinste Detail perfekte Voralpenlandschaft mitten in Eichenstruth. Sogar die Glocken der Kirche läuteten ebenso wie die des natürlichen Vorbildes, Kühe grasten auf der Wiese und rund 320 Bäume machten die Illusion perfekt. Diese Kompaktanlage war eine von insgesamt fünf unterschiedlichen Anlageformen, die das Team auf der Frühjahrsschau präsentierte.

„Wir zeigen hier ganz bewusst möglichst viele unterschiedliche Anlageformen“, erklärte Klaus Göbel von Simplex. So beispielsweise eine Großbahn, oder Gartenbahn, in Spurgröße G. Eine robuste Anlage, die im heimischen Garten aufgebaut werden kann – vorausgesetzt man hat den nötigen Platz. In Eichenstruth beanspruchte sie immerhin einen Platz von 5 Meter mal 13 Meter. Im krassen Gegensatz dazu stand die Boxenanlage im Maßstab N. Man musste schon ganz nah herantreten, um die vielen Details mit dem bloßen Auge überhaupt erkennen zu können. Auf der Anlage mit der „Königsspur“ fuhren Modelle im Maßstab 1:32, dem Vorbild so nah wie nur eben möglich. Auch die Lok Baureihe 50 mit Kabinentender, das Symbol des Simplex-Teams, drehte ihre Runden und qualmte wie die Echte. Auf einer Modulanlage präsentierte Thomas Eggers von Simplex die Miniausgabe einer norddeutschen Inselbahn – Vorbild dafür waren die Bahnen der Inseln Juist und Wangerooge. 15 Jahre baut er nun schon an der Anlage und lässt die Illusion mit kleinen Schwimmern, Anglern, Möwen und Fischern immer perfekter werden.

Eine Anlage mit ferngesteuerten Fahrzeugen im Maßstab 1:16 machte die Ausstellung komplett. Ein Bagger schaufelte fleißig Erde und lud diese auf die Mini-Lkw. „Wir zeigen hier eine verkleinerte Wirklichkeit. Die Fahrzeuge sind bis ins kleinste Detail den Originalen nachempfunden“, wusste Klaus Göbel zu berichten. Zwischen den Anlagen boten Händler Modelle, Ersatzteile und mehr an; dies ließ die Herzen der zahlreichen Sammler und Bastler höher schlagen ließen. Das Team der Bastler hat noch viel vor. Geplant ist unter anderem eine internationale Schau für Großbahnen. Außerdem wird am ersten Sonntag im Juni ein Fahrtag stattfinden. Modelleisenbahnfreunde können dann ihre Modelle mitbringen und auf den Anlagen des Simplex-Teams fahren lassen. Weitere Informationen unter Telefon 0151/1495 50 00 oder auf der Internetseite www.simplex-rennerod.de.

Von unserer Reporterin Larissa Schütz

Neue Heimat gefunden - Der Umzug nach Bad Marienberg hat sich gelohnt


Das Simplex-Team präsentierte erstmals seine Frühjahrsschau in den neuen Räumlichkeiten in Bad Marienberg.

Bad Marienberg.Auch Bad Marienbergs Stadtbürgermeister Dankwart Neufurth (Zweiter von rechts) wurde von Klaus Göbel (rechts) vom Simplex-Team in der neuen Halle in die Welt der Modelleisenbahn eingeführt. Foto: Häring Auch Bad Marienbergs Stadtbürgermeister Dankwart Neufurth (Zweiter von rechts) wurde von Klaus Göbel (rechts) vom Simplex-Team in der neuen Halle in die Welt der Modelleisenbahn eingeführt. Foto: Häring Erstmals fand die große Modelleisenbahnausstellung des Renneroder Simplex-Team in der neuen "Heimat" in einer ehemaligen Möbelhandlung im Bad Marienberger Stadtteil Eichenstruth statt.

"Wir mussten reagieren. Der Arbeitsaufwand zur Renneroder Ausstellung hat die Kräfte der Mitglieder an die Leistungsgrenze gebracht", konnte vom Simplex-Team Klaus Göbel über einen der Gründe des Umzugs nach Bad Marienberg berichten. So musste von den Mitgliedern für Auf- und Abbau gleiche mehrere Tage hintereinander aufgewendet werden. "Die war mit der Zeit nicht mehr zu bewerkstelligen. Außerdem war der Auf- und Abbau für die Anlagen nicht von Vorteil." Ein weiterer Grund waren die hohen finanziellen Aufwendungen für die Stadthallenmiete, die bei einem Rückgang von Besuchern und Händlern nicht mehr zu stemmen war. Daher machte man sich auf die Suche nach einer "festen Bleibe", die dann in Eichenstruth gefunden wurde.

Auf einer Fläche von 1100 Quadratmetern kann man sich hier "breitmachen", mit allem was auch in Rennerod für die Freunde der Modelleisenbahn und der Modellautos im Angebot war. Dazu zählte die große Modell-Lkw-Anlage die auch in Bad Marienberg in Aktion gezeigt wurde. Vor allem aber die vielen Anlagen in den verschiedenen Spurbreiten fanden viele Besucher aus nah und fern. Hier wurde vor allem die Kompaktanlage in Spur N von Besuchern belagert.

"Diesen Kompaktanlagen gehört die Zukunft", macht Klaus Göbel deutlich, der Bad Marienbergs Stadtbürgermeister Dankwart Neufurth und der stellvertretenden Bürgermeisterin Sabine Willwacher eine der Kompaktanlagen von Simplex-Team-Mitglied Axel Peter zeigte. Hier konnten die Gäste eine Hafenlandschaft mit sechs Loks und 20 Wagen bewundern.

"Ich brauche für dieses Anlage für Auf- und Abbau eine halbe Stunde und kann die in den Kofferraum packen", erzählte Axel Peter der auch noch eine große Anlage Spur N in seinem Besitz hat. "Hier brauche ich drei Helfer für die Anlage mit ihren 500 Fahrzeugen." Die Zukunft im Modelleisenbahnhobby gehört, nach Auskunft der Simplex-Team-Mitglieder, den Kompaktanlagen, wie diese auf unserem Foto die sich leicht in einen Kofferraum verladen lässt.Die Zukunft im Modelleisenbahnhobby gehört, nach Auskunft der Simplex-Team-Mitglieder, den Kompaktanlagen, wie diese auf unserem Foto die sich leicht in einen Kofferraum verladen lässt.

Stadtbürgermeister Dankwart Neufurth zeigte sich begeistert von dem neuen Angebot für die Kurstadt. "Eine tolle Sache, dass das Simplex-Team in unseren Mauern eine neue Heimstätte gefunden hat". Begeistert zeigten sich aber nicht nur die politischen Gäste. Auch die vielen Händler und Besucher aus ganz Deutschland lobten die Premierenveranstaltung am neuen Ort. Dem schlossen sich dann auch noch die Simplex-Team-Mitglieder an, die nach den beiden Ausstellungstagen nun mehr Zeit haben, für Ordnung zu sorgen. "Früher mussten wir innerhalb weniger Stunden alles abbauen. Heute brauchen wir nur noch die Loks und die Wagen abbauen. Die Anlagen können stehen bleiben", erzählt ein sichtlich zufriedener Klaus Göbel, der aber trotzdem an die neue Situation realistisch heran geht. Auch an neuer Heimstätte sind die Kosten enorm und die weiteren Veranstaltungen, wie der Fahr-Tag am 3. Juni in Bad Marienberg-Eichenstruth leben von einem guten Besuch, der, zum Glück für das Simplex-Team, zur Premierenveranstaltung gegeben war.kdh (kdh)

Artikel vom 15. April 2012, 19.20 Uhr (letzte Änderung 16. April 2012, 04.06 Uhr)